Mit Online Marketing Ideen durch die Krise

Thomas Fleischanderl am in Online Marketing

Sehnen Sie sich auch nach der Zeit, die nicht mehr von Begriffen wie Corona, Krise oder Pandemie bestimmt wird? Wir uns auch – aber da wir alle nicht wissen, wann diese kommen wird, ist es nun wichtig, sich über Möglichkeiten Gedanken zu machen, um gut durch diese Zeit zu kommen.

Auch Trendforscher können aktuell noch keine genaue Prognose abgeben, wann es vorbei ist und wie es dann wird. Ein erster Ausblick von Trendforscher Mathias Horx für die Welt nach der Krise gibt eine mögliche Tendenz.

Im Marketing werden teilweise Werbebudgets eingefroren, weil man hier „am schnellsten sparen kann“. Das ist einerseits vollkommen nachvollziehbar, aber andererseits möchten wir auf zwei Punkte hinweisen: 1.) Es gibt ein Leben nach Corona und 2.) mit dem richtigen Einsatz der Budgets und einem passenden Angebot können viele Unternehmen gerade jetzt über Online Marketing direkt zu ihrer Zielgruppe kommen.

Online Marketing Ideen für Ihr Unternehmen

WARUM wir jetzt passend reagieren müssen ist allen klar und jeder will auch (das Richtige) tun. Gerade im Marketing wollen wir unter den gegebenen Umständen auf die richtigen Maßnahmen setzen. Die Mediennutzung hat sich schlagartig verlagert – auf das eigene Zuhause. Nur womit und wie kommen wir dort hin? Es ist für viele Unternehmen lebensnotwendig, in die passende Richtung zu lenke – für viele ist es auch eine Chance, alte Muster über Bord zu werfen. Also stellen wir uns doch die WIDEG-Frage („Wofür ist das eine Gelegenheit?“), um z. B. mentale und technische Einstiegsbarrieren zu überwinden.

 

Wir sehen einige Trends und haben diese auch mit Geschäftspartnern und Beratern aus Nah und Fern (bspw. aus großen Tech-Konzernen) diskutiert – hier einige Beispiele:

  • Das Suchvolumen steigt für Tourismus im Sommer/Herbst im Inland – momentan gibt es noch keine/wenige Buchungen, aber sie werden kommen und dann ist es notwendig, mit dem richtigen Angebot bzw. der richtigen Ausgestaltung von Buchungsbedingungen präsent zu sein.
  • Das Suchvolumen steigt im medizinischen Bereich z. B. bei Hausmitteln. Sehen Sie dafür eine Möglichkeit aus Ihrem Portfolio – und wenn es „nur“ eine Information für Ihre Kunden ist, die Mehrwert = Sympathie bringt.
  • Im E-Commerce ist aktuell natürlich in vielen Bereich eine steigende Tendenz erkennbar. Fürs Zuhause sind Kinderspielzeuge, Tierbedarf, Sportartikel, Garten und Mode gefragt. Im Business-Bereich haben Suchvolumina rund um Bürobedarf, Cloud Services, Finance, Elektronik oder auch (Home-)Office-Verschönerung (Home Dekor) einen gewaltigen Aufwärtstrends hingelegt.
  • Die Grundsolidarität der Menschheit zu regionalen Produkten steigt und viele möchten Unternehmen, Restaurants, Hotels, kulturelle Einrichtungen usw. unterstützen. Eine Idee in dieser Situation ist, Gutscheine/Anzahlungen anzubieten – das hilft Unternehmen, um Liquidität aufzubauen und als Dankeschön gibt’s beim Einlösen ein „Zuckerl“ von x %. Das gilt für Friseure oder Restaurants genauso wie für Hotels, Autohäuser oder Berater. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, denn jetzt geht es darum, die Liquidität im Unternehmen zu sichern.
  • Ausbildung boomt: Wer etwas kann, das andere jetzt lernen möchten – ob über Bildungsinstitute oder persönlich – kann die nächsten Wochen für sich nutzen. Gibt es freie Ressourcen im Unternehmen und Spezialisten, die ihr Wissen teilen (können)?
  • Jede Form von Lieferservice boomt – nicht nur für Lebensmittel, sondern auch für Elektronik und viele weitere Artikel, wie z. B. Blumen oder es gibt Kinos, die Nachos fürs Heimkino zustellen. Können Sie hier ein Angebot aufbauen oder Ressourcen nutzen?
  • Weniger Suchvolumen haben aktuell Luxusgüter und viele Themen im B2B – aber abgesagte Messen/Veranstaltungen heißen nicht, dass man durch die Finger schaut. Wichtig ist, sich neue Wege zu überlegen und zu versuchen, online Anfragen zu generieren.

Content is King, but Distribution is Queen. Es gilt, die passenden Infos und Angebote zur richtigen Zielgruppe zu transportieren. Also, WAS müssen Sie aufbauen und WIE kommen Sie damit zur Zielgruppe?

 

WAS sollte jetzt aufbereitet werden – Content is King!

  • Grundinformation: Aktuell herrscht große Unsicherheit, was man tun darf/soll, welche Geschäfte offen haben, usw. Deshalb empfehlen wir, solche Infos transparent direkt auf der Startseite und auf allen wichtigen Kanälen (Social Media, Newsletter, …) zu kommunizieren. In einem ersten Schritt braucht es einen Hinweis auf der Website (Startseite) über die aktuelle Situation im Unternehmen – z. B.
    • Gibt es derzeit eine Produktion?
    • Gibt es Einschränkungen?
    • Welche Hygiene-Vorkehrungen werden getroffen (Unsicherheit nehmen beispielsweise durch Online Shops)?
    • Gibt es Änderungen bei Lieferzeiten?
    • Wie erfolgt die Lieferung und Bezahlung (Vorauszahlung oder bargeldlos)?
  • Gute Inhalte und Angebote aufbereiten: Viele Unternehmen können mit ihren Produkten oder Dienstleistungen die Freizeit der Menschen sinnvoll füllen. In der jetzigen Situation sind die Österreicher (und viele weitere EU-Bürger) für längere Zeit daheim und haben Zeit für Dinge, die sonst zu kurz kommen. Hier braucht es gute Inhalte (Stichwörter: Storytelling, Tipps & Tricks, Do-it-yourself-Anleitungen, …) und die richtigen Angebote:
    • Geschenke gestalten und für Ostern besorgen (damit keine Nesterl leer bleiben)
    • Jetzt eine eigene Website oder einen Blog starten
    • Online-Weiterbildung (privat oder für einzelne Berufe, Tipps für Kinder bzw. Eltern, …)
    • Wohnung, Haus & Garten auf Vordermann bringen
    • Gutscheine mit Online-Print-Möglichkeit für Ostern –> Hotels, Shops, usw. – genauso denkbar bereits für Muttertag (Mai) oder für Geburtstage
    • Natürlich sollte jeder gerade in der jetzigen Situation besonders auf die Tonalität achten, um nicht zu viel ins „Hard-Selling“ zu kommen – bei Bildern bspw. sollten aktuell Menschen eher alleine abgebildet sein und nicht in Gruppen (darauf reagieren die Menschen momentan lt. Beratern sensibel)
  • Das Produkt muss passen und auf die momentane Situation adaptiert werden
    • xx % Anzahlung bei Hotel-Gutscheinen = Liquidität; dafür dann Rabatt bei Buchung als Danke, sobald diese eingelöst werden können.
    • Erhöhung der Sicherheit z. B. durch 24 Stunden Storno oder durch Verlängerung des Rückgaberechts in Online Shops.
    • Fast alles, wofür es eine kurzfristige Digital-Alternative gibt funktioniert momentan relativ gut – hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt..
  • Freigewordene Ressourcen nutzen: Man könnte z. B. Know-how-Transfer auch digital bzw. virtuell anbieten (= Online-Beratung). Bezahlung durch Vorauskasse schafft wiederum Liquidität im Unternehmen (durch Sofortüberweisung oder über Online-Bezahlsysteme wie z. B. Stripe). Überlegen Sie sich, worin Sie Experte sind und wie Sie Ihren Kunden helfen können:
    • Finanzberatung geht auch online – jeder macht sich aktuell Gedanken über seine finanzielle Situation
    • Kochkurse online – momentan wird zuhause gekocht
    • Gartenprodukte und -tipps werden die nächsten Wochen boomen
    • Wissen verbreiten und Kunden unterstützen bzw. neue Kunden gewinnen (kostenlos oder kostenpflichtig):
      • Live-Videos bzw. Live-Streaming (z. B. via YouTube)
      • Webinare oder Webmeetings für Gruppen oder Face(time)-2-Face(time)
      • Blog-Beiträge
      • Videos auf YouTube, Facebook, etc.
  • Erklärungsbedürftiges braucht Content in Bildern und Videos:
    • Wer sagt, dass das gerade jetzt ein hochwertiger Werbefilm sein muss? Jeder hat heute eine gute Kamera und Schnittprogramm am Handy – auf den Inhalt und den Mehrwert kommt’s an.
    • Wenn Sie aber einen professionellen Werbefilm haben, kann dieser auch dahingehend modifiziert und fürs Web aufbereitet werden – aber Achtung, nicht 1:1 ins Netz stellen, sondern für die einzelnen Kanäle passend aufbereiten.
  • Achtung, wer „Corona“ selbst in der Werbung thematisiert: Zum einen spielen viele Plattformen diese Kampagnen nicht aus und zum anderen kann das bei Kunden nach hinten losgehen. Also die Gier und Sensationslust nach hinten stellen.

  • Vermeiden würden wir Rabatte und Preisschlachten – dafür gibt es viele Gründe. Sie wissen warum.

     

WIE bringen wir diese Inhalte zur Zielgruppe – Distribution is Queen!
  • Auf Solidarität von Bestandskunden vertrauen:
    • Mail-Kampagnen an Bestandskunden mit z. B. Gutschein-Thematik – in Kombination mit Grundsolidarität eine wertvolle Maßnahme (im Hinblick auf Liquidität).
    • Newsletter-Automatisierungen oder Serien auf Social Media, wie z. B. im Pharma-/Gesundheitsbereich: Tipps für gesundes Essen, Immunsystem stärken; oder in der Lebensmittel-Branche: Jeder hat ab sofort mehr Zeit, um zuhause selbst und frisch zu kochen (bspw. jeden Tag ein Rezept-Tipp mit den eigenen Produkten oder auch DIY-Rezepte zum Nachmachen).
    • Viele potentielle Kunden sind gerade jetzt viel auf sozialen Medien unterwegs – somit können Sie Informationen auch über Social Media Kanäle transportieren, wie z. B. Facebook, Instagram, Pinterest, XING, LinkedIn, …
    • Retargeting/Remarketing-Kampagnen aufbauen, um die Kontakte von Website und sozialen Plattformen zu reaktivieren. Also Besucher, die schon auf Ihrer Seite waren wieder an Sie und Ihre Angebote zu erinnern, die sich z.B. mehrere Seiten angesehen oder länger auf Ihrer Website aufgehalten haben.
    • Persönliche Mails an Kunden, Partner oder persönliche Kontakte zu Multiplikatoren/Influencern mit Ideen und einer Bitte zum Verteilen können Wunder bewirken – denn auch diese können vielleicht davon profitieren oder haben wiederum Newsletter oder soziale Kanäle.
  • Content zu potenziellen Kunden bringen, die Sie (vielleicht) noch nicht kennen
    • Bedarfdsdeckung durch bezahlte Werbung in Suchmaschinen: Google hat einen hohen Marktanteil, viele Menschen nutzen aber auch die Suchmaschine von Microsoft (Bing). Die Optimierung der Website in der unbezahlten Suche ist eher ein Investment in die Zukunft, greift also nicht so schnell.
    • Bedarfsweckung über Social Ads oder Display/Banner: Überzeugen Sie durch Mehrwert und Ideen, die Sie bei der passenden Zielgruppe streuen. Sie können Ihre Zielgruppe auf vielen sozialen Medien zielgerichtet ansprechen (z.B. nach demographischen und geographischen Merkmalen, aktuelle Interessen und ansprechende Themen, Hobbies, Beruf, Beziehungsstand, uvm.)
    • Multiplikatoren suchen: Seien Sie auf relevanten Seiten mit Ihren Themen präsent. Eine andere Möglichkeit wäre, dass Sie Multiplikatoren auf sozialen Netzwerken oder z.B. Influencer mit hoher Reichweite überzeugen, dass sie Ihr Angebot verbreiten, weil es einen Mehrwert liefert.
    • Es gibt viele Plattformen, die bereits Reichweite haben bzw. gerade jetzt steigt und sich der Solidarität und/oder der Regionalität verschrieben haben:

 

Was können Sie sonst noch tun?

  • Bei allem was Sie tun – behalten Sie die Rechtslage im Auge. Wir würden Ihnen nichts empfehlen, das gegen die Rechtslage verstößt – nur weil gerade eine Krise herrscht, ist auch nicht alles erlaubt. Außerdem könnte sich die Rechtslage aufgrund der Krise auch verändern und Einschränkungen durch die Regierung möglich sein.
  • Einträge auf Google Maps (Google MyBusiness) – haben Sie auch schon mal an Bing-Maps oder Apple-Maps gedacht? Bitten Sie Ihre Kunden um Empfehlungen (hilft u. a. auch der unbezahlten Sichtbarkeit und Online Reputation).
  • Kostenloser 7-Wochen-Online-Marketing-Kurs von eMagnetix

Diese Tipps sind Ideen/Empfehlungen zur Inspiration für unsere Kunden – sie können selbst umgesetzt werden und wer möchte, kann sich gerne auch an uns wenden. Wir könnten in allen vorgestellten Bereichen unterstützen bei …

Wir programmieren keine Websites, haben hier aber viele ausgezeichnete Unternehmen an der Hand und können gerne Empfehlungen zu verlässlichen Partnern aussprechen.

Bei Fragen bitte gerne direkt an deinen/Ihren Projektmanager wenden. Alle Nicht-Kunden können wir gerne auch unterstützen – melden Sie sich hier zu einem unverbindlichen Webmeeting, um abzuklären, ob, wie und wo wir Sie unterstützen können:

 

Bildquelle: Pixabay

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