Die Geschichte des E-Commerce - eMagnetix

Geschichte des E-Commerce

Katrin am in Online Marketing

Den Fernseher, den wir früher mühsam aus dem Einkaufszentrum nach Hause transportieren mussten, können wir uns heute ganz bequem direkt vor die Haustüre liefern lassen. Aber auch Lebensmittel, Waschmittel, Möbel und – für Eltern von Kleinkindern besonders praktisch – Windeln können wir online kaufen. E-Commerce macht uns den Alltag um einiges leichter. Doch wie genau hat sich E-Commerce – der Online-Handel – eigentlich entwickelt und wer hat dazu beigetragen? Damit möchten wir uns genauer beschäftigen.

1979

Michael Aldrich erfindet das "Online Transaction Processing"

1981

Die erste B2B Transaktion und Einführung des Online Bankings

1984

Der erste Online Einkauf einer Privatperson (UK)

1985

Der erste Internetrechner mit der Endung ".com"

1987

Online-Shopping etabliert sich in der Softwareindustrie

1989

Gründung des ersten Online-Lebensmittelgeschäfts

1990

Entwicklung des ersten Webbrowsers (WWW, später Nexus)

1992

Eröffnung des ersten Online-Buchladens (Books Stacks Unlimited)

1994

Geburtsjahr der 3 Giganten des E-Commerce: Amazon, Ebay, Dell

1995

Gründung der ersten reinen Online-Bank

1999

Gründung des ersten reinen Online-Shops (Shoesite)

2000

Launch von Google AdWords

2001

Amazon entwickelt die erste mobile Version des Shops

2003

Apple ruft den iTunes Store ins Leben

2008

Realisierung der Idee des lokalen Group-Buyings durch Groupon

2013

Globaler E-Commerce Umsatz: 31 Milliarden Euro

2014

Einführung der Amazon Dash-Buttons – Produktbestellung mit einem Klick

2017

Globaler E-Commerce Umsatz: 1.245 Milliarden Euro

2018

Internet-Einzelhandel Umsatz Österreich: 3,8 Milliarden Euro

2019

63 % der EU-Bevölkerung geben an, bereits im Internet eingekauft zu haben

2020

Internet-Einzelhandel Umsatz Österreich: 4,2 Milliarden Euro

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Die Anfänge

Werfen wir zuerst einen Blick auf die Timeline oben. Die Geburtsstunde des E-Commerce lag im Jahr 1979, als der Brite Michael Aldrich das „Online Transaction Processing“ entwickelte. Dies war ein modifiziertes TV-Gerät, das mit einem Real-Time Transaktionsserver via Telefonleitung kommunizierte. Zwei Jahre später folgte die erste B2B-Transaktion und kurz darauf die ersten Online-Einkäufe von Privatpersonen. Etwa zu diesem Zeitpunkt wurden auch die ersten Online-Shops gegründet.

Pioniere des E-Commerce

Spätestens in den 90er-Jahren war der E-Commerce vollständig entwickelt und der Siegeszug der großen Player begann. Diese erkannten schon früh das Potenzial, das im E-Commerce steckt, und richteten ihre Online-Shops und -Portale darauf aus.

 

Der Beginn einer neuen Ära

Ab dem Jahr 2000 begann die Blütezeit des E-Commerce. Nach und nach entdeckten Shops, Reiseanbieter, Banken und andere Branchen das Internet als Handelsplattform für sich. Währenddessen erweiterten Amazon, Google und Apple ihre Services. Durch die permanente Entwicklung ihres Angebots und die Orientierung an den Wünschen der Kunden konnten sie sich einen fixen Platz unter den Größen des E-Commerce sichern.

Online Shops entwickelten sich immer mehr zu Erlebnisplattformen. Wer hätte vor Jahren schon daran gedacht, sich online eine Brille auf die Nase setzen zu können? Oder einen virtuellen 3D-Rundgang durch ein Hotel zu machen? Neben solch größeren Innovationen hielten auch kleinere, jedoch nicht weniger nützliche Erfindungen Einzug: Mit dem Amazon Dash-Button beispielsweise können vorher definierte Produkte jederzeit per Knopfdruck gekauft werden. Diese Dash-Buttons finden überall im Haus ihren Platz: neben der Waschmaschine, beim Hundefutter oder wo auch immer. Bei Bedarf wird gedrückt und wenige Tage später steht das benötigte Produkt vor der Haustüre. Auch Abo-Modelle haben sich bewährt. Bestimmte Produkte werden zu einem definierten Zeitpunkt automatisch verschickt.

Viele Online Shops, insbesondere in der Bekleidungsindustrie, setzen auf Cross Selling und persönliche Ausrichtung hin auf den Kunden. Sie haben schon einmal ein Shirt auf Zalando betrachtet? Dann wurden Ihnen wahrscheinlich auch dazu passende Hosen und Schuhe angezeigt. Ganze Outfits kann man so zusammenstellen und mit einem einzigen Klick in den Warenkorb legen. Darüber hinaus „merken“ sich viele Online Shops Ihre Vorlieben und zeigen Ihnen beim nächsten Besuch Kleidungsstücke, die (sehr wahrscheinlich) Ihrem Stil und Ihren Vorlieben entsprechen.

Online-Handel heute

Heute gibt es kaum mehr ein Produkt, das nicht via Online-Handel gekauft werden kann. Neben den klassischen Produktgruppen wie Bekleidung, Haushaltsgeräte, Arzneimittel, Schuhe und Sport- und Freizeitprodukte gehören mittlerweile auch Lebensmittel zu den online meistgekauften Waren (5).

Umsätze im E-Commerce in Österreich 2020 - eMagnetix

(Diagramm in Anlehnung an Statista.at)

Nicht nur global, sondern auch in Österreich hat sich der E-Commerce-Umsatz permanent gesteigert: Während er im Jahr 2006 etwa 700 Millionen Euro betrug, lag der Wert im Jahr 2020 bei rund 4,2 Milliarden Euro. Allein von 2018 auf 2020 ist der Umsatz um 400 Millionen Euro gestiegen (6). Im Jahr 2020 kauften 66,3 % der Bevölkerung online ein (7).

Ausblick

Wirft man einen Blick auf die bisherige Entwicklung des E-Commerce, zeigt sich ein eindeutiges Bild: Die Zahlen steigen. Sowohl global, als auch in Österreich. Insbesondere in Zeiten der Zuspitzung durch die Corona-Pandemie im März und April 2020 wurde der Online-Handel noch präsenter. Zahlreiche Unternehmen mussten ihre Türen schließen und waren auf alternative Absatzwege angewiesen. Neben Liefer- und Abholservice wurde hier insbesondere auf Online Shops gesetzt.

Aus jetziger Sicht dürfte der E-Commerce auch in den nächsten Jahren weiterhin an Relevanz gewinnen. Nasdaq.com sagt dem E-Commerce sogar einen wahren Siegeszug voraus: Aufgrund der bisherigen Entwicklungen schätzen sie eine Steigerung des Anteils an Online-Käufen auf 95 % im Jahr 2040 (8).

Ob sich diese Schätzung nun bewahrheiten wird oder nicht: E-Commerce ist zu einem festen Bestandteil im österreichischen und globalen Handel geworden und wird weiterhin an Bedeutung gewinnen.

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