Unser Leben mit ALEXA – Ein Erfahrungsbericht

Katrin am in Inside eMagnetix

Alexa, schalte Küchenlicht ein. Alexa, spiele Radio Ö3,“ so beginnt ein typischer Tag im Hause Hofer, seitdem der digitale Sprachassistent Alexa bei uns „wohnt“. Seit etwa einem Jahr leben wir mit Alexa, also genau genommen mit 5 Alexas, eine für jeden Raum. Wie es uns damit geht, möchte ich im Folgenden schildern.

Anfangs war die Begeisterung, vor allem bei meinem Mann und den Kids enorm. Der absolute Lieblingsbefehl war: „Alexa, erzähl mir einen Witz!“ Alexa hat viele Flachwitze auf Lager und das gefällt den Kindern natürlich. Auch auf Aussagen bzw. Fragen wie „Alexa, wie geht es dir?“ oder „Alexa, gute Nacht.“ kommt eine passende Rückmeldung. Sehr sinnfrei, aber bei den Kindern beliebt ist der Befehl: „Alexa, lass einen Furz!“. Es ertönt dann wirklich ein eindeutiges Geräusch. Auf so etwas können auch nur Kinder kommen, aber die Entwickler haben sogar daran gedacht, hier eine passende Reaktion zurückzugeben. Anderes Beispiel: „Alexa, du stinkst!“ gibt die Antwort „Soll ich einen Lufterfrischer auf die Einkaufsliste setzen?“ Zum Glück wurden den Kids diese Spielereien schnell langweilig und wir nutzen Alexa aktuell eher für nützliche Zwecke.

Da wir Alexa mit Smart Light verbunden haben, ist es uns daheim nun auch verboten, Lichtschalter per Hand zu betätigen. Diese Funktion macht für mich, ehrlich gesagt, eher wenig Sinn. Ich habe viel schneller auf den Schalter gedrückt, als den Befehl ausgesprochen. Man könnte mit der App das Licht auch programmieren, aber das geht mir dann echt zu weit. Sicher, die unzähligen Farben, die man damit einstellen kann, sind schon eine witzige Spielerei, aber ich könnte auch sehr gut ohne farbigem Licht leben. Vor allem, stellen wir das Licht in der Regel sowieso auf WEISS.

Mit Abstand am meisten nutzen die Kinder Alexa um Hörspiele abzuspielen, diese Funktion finde ich wirklich praktisch. Man braucht keine CDs besorgen oder Hörspiele downloaden, man spricht einfach den Befehl: „Alexa, spiele Benjamin Blümchen!“ oder was auch immer man hören mag. Der größere Sohn spielt seine Lieblingssänger oder Lieblingslieder ab und die Qualität ist sehr gut, obwohl in den Kinderzimmern nur ein ECHO DOT steht, also ein Gerät ohne integriertem Lautsprecher. Auch Radiosender werden gerne abgespielt, in der Zeit von Anfang November bis Ende Dezember lautet mein Lieblingsbefehl: „Alexa, spiele Weihnachtslieder!“ und dann werden Weihnachtslieder nonstop und ohne Werbeunterbrechung abgespielt, bis einer meiner Familienmitglieder die Nerven verliert und dem Ganzen ein Ende bereitet mit: „Alex, STOP!“ Ja, ich gebe es zu, ich bin ein Weihnachtsfreak.

Eine weitere Funktion, die ich gerne nutze und wirklich praktisch finde ist der Timer. Beim Backen bzw. Kochen verwende ich keine Eieruhr mehr, sondern sage: „Alexa, stelle den Timer auf 30 Minuten“ und nach Ablauf ertönt ein akustisches Signal. Wenn ich in der Küche arbeite und mir gerade das Mehl ausgeht, brauche ich nur zu sagen: „Alexa, setze Mehl auf die Einkaufsliste!“ Auch diese Funktion nutze ich gerne und finde ich äußerst praktisch. Ein Nachteil allerdings ist, dass für jedes Produkt ein eigener Befehl nötig ist, d.h. wenn ich die Einkaufsliste für einen größeren Einkauf zusammenstellen möchte, müsste ich zigmal den Befehl sagen, da weiche ich dann doch lieber auf den herkömmlichen Zettel aus. Im Geschäft ruft man übrigens dann die Einkaufsliste am Handy auf und hakt ab, was man schon besorgt hat. Manchmal muss ich schmunzeln, wenn ich merke, dass die Kinder wieder probiert haben, Extrawünsche zu deponieren. In der Hoffnung, dass alles von der Liste besorgt wird. Apropos Kinder, alle gesprochenen Befehle werden aufgezeichnet und kann man sich am Handy ansehen bzw. anhören. Gerade zu Beginn fand ich oft Befehle wie: „Alexa, wieviel ist 130 geteilt durch 8.“ oder „Alexa, berechne das Produkt aus dem Doppelten von 2 und dem Vierfachen von 8.“ Damit waren die Hausaufgaben schneller als sonst erledigt 😉

Es gibt neben den üblichen Befehlen auch zahlreiche Skills, die man aktivieren kann, zum Beispiel „Deutsch-Englisch Übersetzer“ oder „Was soll ich kochen“? Diese Skills verwenden wir aber nicht wirklich, da die Bedienung eher aufwendig ist. Man muss zuerst den Skill aktivieren und dann erst kann man den gewünschten Befehl sagen. In der Regel ist man schneller, wenn man am Handy eine Google-Suche macht. Das ist aber Ansichtssache.

Es gibt auch absolut sinnfreie Skills, wie beispielsweise „Meinhobby Skill“, dieser Skill soll sich die Hobbys seines Besitzers merken, falls dieser vergisst, was er gerne tut oder „Kompliement mich Skill“. Diesen Skill mag ich schon aufgrund des Rechtschreibfehlers nicht und auf Komplimente von einer Maschine kann ich nun wirklich verzichten. Man muss schon ziemlich einsam sein, wenn man darauf angewiesen ist.

Natürlich kann man auch jede beliebige Frage stellen, wie zum Beispiel: „Alexa, wer ist der amerikanische Präsident?“ oder „Wer hat die Champions League gewonnen?“ etc. Die meisten der Fragen werden korrekt beantwortet, aber auch hier gebe ich eher meine Frage am Handy ein.

Wenn man übrigens Alexa heißt, kann man das Gerät auch mit ECHO, AMAZON oder COMPUTER ansprechen (das muss man in den Einstellungen ändern). Unsere Schwägerin heißt Alexandra und wenn sie zu Besuch ist, aktiviert sich Alexa des Öfteren. Abhilfe kann man sich verschaffen, indem man das Mikrofon auf stumm schaltet.

Man kann die verschiedenen Alexas auch anrufen, nicht nur die eigenen. Das ist vor allem in der Früh praktisch, wenn ich Frühstück mache und die Kinder wieder einmal nicht aus dem Bett kommen. Dann sage ich „Alexa, rufe Samuel Zimmer an“  und in seinem Zimmer läutet Alexa. Das hilft meist schneller, da das Signal sehr schrill ist. Meine Schwester hat auch eine Alexa und im Prinzip könnte ich auch sie anrufen. Aber da nehme ich dann doch lieber das Handy. Aber wie gesagt, als internes Haustelefon finde ich es schon praktisch.

Zusammengefasst kann ich sagen, dass Alexa in manchen Bereichen hilfreich ist und auch wirklich von uns verwendet wird, obwohl ich auch sehr gut ohne leben könnte (die restlichen meiner Familienmitglieder werden allerdings anderer Meinung sein). Gedanken mache ich mir natürlich schon, weil man im Prinzip eine Wanze in den eigenen vier Wänden hat. Gerade am Anfang hatte ich diesbezüglich ein ungutes Gefühl, aber, wenn wir uns ehrlich sind, wer weiß, wie oft uns das eigene Handy, das in der Regel nicht mehr als einige Meter von einem entfernt ist, abhört. Aber trotzdem gehe ich am Abend durch alle Schlafräume und stecke die Alexas aus, dann schlafe ich einfach besser.

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