ChatGPT-Ads: Der aktuelle Stand - eMAGNETIX

Werbung in ChatGPT: Was bereits möglich ist und was das für dein Marketing bedeutet

Katrin am in Online MarketingPerformance

Stell dir vor, du fragst ChatGPT nach einem neuen Laufschuh. Du schreibst zum Beispiel: „Ich suche einen Trail-Laufschuh. Hast du Empfehlungen für schmale Füße?“ Bei den Empfehlungen erscheint zusätzlich eine Anzeige eines Sportartikelhändlers. Klingt nach Zukunftsmusik? Tatsächlich ist Werbung in ChatGPT bereits Realität. Allerdings noch in einer frühen Testphase und aktuell noch nicht im DACH-Raum. Wir hatten jedoch bereits Zugang zur Werbeplattform und konnten erste Eindrücke sammeln. Was uns dabei aufgefallen ist, verraten wir dir exklusiv in diesem Beitrag (Stand: 21.07.2026).

Was steckt hinter Werbung in ChatGPT?

ChatGPT kennen die meisten als KI, die Fragen beantwortet, den Text fürs nächste Posting auf Facebook schreibt oder ein Kochrezept ausspuckt. Spannend wird es aus Marketing-Sicht jedoch dort, wo Menschen ChatGPT nicht nur zum Zeitvertreib, sondern mit einem konkreten Anliegen nutzen: ein Produkt finden, einen Urlaub buchen, verschiedene Optionen vergleichen. Genau in diesem Moment kommt ChatGPT-Werbung ins Spiel.

Vereinfacht gesagt:

  • Du stellst eine Frage oder beschreibst ein Problem.
  • ChatGPT liefert dir eine Antwort.
  • Zusätzlich kann in dieser Antwort eine Werbeanzeige erscheinen, die thematisch dazu passt.

Entscheidend ist nicht nur, dass Werbung auftaucht, sondern wie sie eingebunden ist: unaufdringlich und passend zum Thema der Anfrage.

Der Unterschied zu Suchmaschinen- und Social Ads

Bei Search Ads (z. B. Google und Bing) und beim Social Media Marketing auf Facebook, Instagram und Co. basiert Werbung stark auf Signalen wie Suchbegriffen (Keywords), Interessen und Verhalten (z. B. Klicks, Seitenbesuche) und Zielgruppen/Profilen (z. B. demografische Daten).

Bei Werbeanzeigen in ChatGPT hingegen steht der Kontext des aktuellen Gesprächs im Vordergrund:

  • Worum geht’s gerade?
  • Welche Frage wird gestellt?
  • Welche Absicht steckt dahinter?

Und: ChatGPT wird bereits von sehr vielen Menschen genutzt und ist für viele ein fester Bestandteil im Alltag (sowohl beruflich als auch privat) geworden. Wenn sich das Nutzungsverhalten in Richtung KI-gestützter Antworten verschiebt, dann verschiebt sich damit über kurz oder lang auch, wo Marken sichtbar sein müssen.

Bevor du weiterklickst: Das Wichtigste kommt jetzt

Drei Dinge fanden wir bei unseren Tests besonders spannend.

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#1: Werbung, die zum Gespräch passt (und nicht zum Nutzerprofil)

Das Auffälligste in der aktuellen Testphase: Werbung richtet sich am Gespräch aus, nicht an einem detaillierten Nutzerprofil. Das bedeutet: Statt am früheren Klick- und Suchverhalten, orientiert sich die Ausspielung am aktuellen Gesprächskontext. Konkret könnte das künftig so aussehen:

Beispiel 1: Jemand spricht mit ChatGPT über Urlaub im Salzburger Land

Denkbar wäre eine passende Anzeige für ein Hotel oder eine Ferienwohnung.

Beispiel 2: Jemand fragt nach einem neuen Notebook

Möglich wäre eine Anzeige eines Technik-Händlers.

Beispiel 3: Jemand plant eine neue Terrasse im Garten und fragt nach Material- und DIY-Tipps

Denkbar wäre eine Anzeige eines Baumarkts oder eines regionalen Handwerksbetriebs.

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Die Art der Interaktion ist dabei eine ganz andere als beispielsweise bei Social Media Ads: Dort wird Werbung mehr oder weniger nebenbei im Feed ausgespielt. In ChatGPT hingegen taucht sie in einer Situation auf, in der jemand gerade aktiv nach einer Lösung oder Empfehlung sucht.

Wichtig: Wie fein diese Kontexthinweise künftig formuliert werden können (und welche Steuerungsmöglichkeiten noch kommen), ist aktuell Teil der Entwicklung. Gerade wird viel getestet, aber die Richtung ist klar: Kontext statt (klassisches) Zielgruppen-Targeting.

#2: Noch nicht überall verfügbar, aber der Rollout läuft

ChatGPT-Werbung ist aktuell noch nicht weltweit ausgerollt. Aktuell ist die Funktion in den USA, Kanada, Australien, Japan, Neuseeland und Korea verfügbar. In Europa ist im Moment das Vereinigte Königreich das einzige Land, in dem ChatGPT Ads bereits verfügbar sind.

Was heißt das für den DACH-Raum?

In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist die Funktion derzeit noch nicht buchbar. Aber: Unserer Einschätzung nach könnten erste Tests im DACH-Raum Ende 2026 starten.


Wichtig:
Das ist keine offizielle Ankündigung von OpenAI, sondern eine Einordnung auf Basis von Beobachtungen aus der Branche und ersten Signalen aus dem Umfeld.

#3: So sieht eine ChatGPT-Anzeige aus

ChatGPT Ads sind bewusst schlicht gehalten und bestehen aus einem kurzen Text, einem Bild und einem Link. Sie erscheinen direkt in der Antwort der KI, sind als Werbung gekennzeichnet und zugleich so eingebettet, dass der Gesprächsfluss nicht unterbrochen wird.

Statt großer Banner oder Pop-ups ist das Format zurückhaltend. Es erinnert eher an einen passenden Hinweis innerhalb der Antwort.

ChatGPT-Ads innerhalb eines Dialogs - eMAGNETIX

Was steckt noch in der Plattform?

Neben den Kernbeobachtungen oben gibt es weitere Punkte aus der Testphase, die für Unternehmen relevant sind.

Wie geht es mit ChatGPT Ads in Europa weiter?

Das Wichtigste zuerst: Aktuell ist ChatGPT-Werbung für Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz noch nicht buchbar. Trotzdem lohnt es sich, sich jetzt damit zu beschäftigen. Und zwar aus einem einfachen, ganz pragmatischen Grund:

Wer früh versteht, wie das System funktioniert, hat später einen Vorsprung.

Was du heute schon tun kannst

Auch wenn ChatGPT-Werbung im DACH-Raum aktuell noch nicht buchbar ist, kannst du dich jetzt schon vorbereiten.

  • Grundprinzip verstehen: Wie funktioniert die Ausspielung in ChatGPT grundsätzlich und was unterscheidet sie von Google oder Social Media?
  • Relevanz einschätzen: Wo könnte das für euer Unternehmen später sinnvoll werden, und wo eher nicht?

Mehr braucht es im Moment nicht. Die Plattform ist Beta und vieles wird sich noch ändern. Wir behalten die Entwicklungen im Auge und halten dich auf dem Laufenden.

Wie es mit ChatGPT-Werbung (voraussichtlich) weitergeht

ChatGPT-Werbung steht noch am Anfang und deshalb wird sich im Hinblick auf Verfügbarkeit, Formate und Aussteuerung noch einiges tun. Sehr wahrscheinlich ist, dass ChatGPT Ads auch noch in weiteren Ländern eingeführt werden. Wir beobachten das Thema jedenfalls laufend, testen, was möglich ist, und ordnen es für dich ein.

Eines ist jedenfalls sicher: Wenn fast eine Milliarde Menschen täglich eine Plattform nutzen, wird Werbung dort früher oder später ein fester Bestandteil sein – genauso wie es bei Google und Meta heute schon der Fall ist.

Wenn du wissen möchtest, ob ChatGPT-Werbung für dein Unternehmen später sinnvoll sein kann, melde dich gern. Wir ordnen gemeinsam ein, ob das Thema für dein Unternehmen grundsätzlich relevant ist und worauf wir dann beim Start im DACH-Raum achten müssen.

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