Was eine gute Landingpage ausmacht
Katrin am in Online MarketingPerformanceContent
(Und welche Stolpersteine du vermeiden solltest.)
Du schaltest Anzeigen, investierst Budget und bekommst Klicks, aber die Conversions bleiben aus. Woran liegt das? In vielen Fällen ist nicht die Anzeige das Problem, sondern die Seite, auf der deine potenziellen Kund:innen landen. Die Landingpage entscheidet darüber, ob aus einem Klick ein Lead wird oder ob Besucher:innen nach wenigen Sekunden wieder abspringen.
In diesem Beitrag zeigen wir dir, was eine gute Landingpage ausmacht und welche typischen Stolpersteine du unbedingt vermeiden solltest.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Erfolgsfaktoren einer guten Landingpage: Klarer Nutzen auf den ersten Blick, Vertrauenselemente wie Testsiegel oder Kundenbewertungen, ein eindeutiger CTA, reduzierte Formulare und relevanter Inhalt, der zur Anzeige passt – alles auf der Seite muss einem Ziel dienen: der Conversion.
- Die häufigsten Stolpersteine und wie du sie vermeidest: Anzeigen, die auf die Startseite führen, blockierende Cookie-Banner, mangelhafte mobile Darstellung, fehlende Preistransparenz und zu viele Ablenkungen kosten dich bares Geld. Die gute Nachricht: Die meisten Fehler lassen sich mit wenig Aufwand beheben.
- Beispiele für gute und weniger gute Landingpages: Wir haben uns einige Landingpages angesehen. Merke: Die perfekte Landingpage gibt es nicht, aber überall lässt sich etwas lernen.
- Die Landingpage entscheidet über deinen Kampagnenerfolg: Sie muss zur Anzeige passen, Vertrauen aufbauen und zur Conversion führen. Wer hier optimiert, holt mehr aus seinem Werbebudget heraus.
Die Erfolgsfaktoren einer guten Landingpage
Bevor wir in die Details gehen, ein wichtiger Grundsatz: Eine Landingpage hat genau ein Ziel. Sie soll Besucher:innen zu einer bestimmten Handlung führen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich dabei um eine Anfrage, eine Buchung oder einen Kauf handelt, denn was User:innen auf einer Landingpage machen sollen, hängt immer ganz individuell vom jeweiligen Unternehmen ab. Wichtig aber ist: Alles auf der Seite muss diesem Ziel dienen. Ablenkungen, unnötige Informationen und Inhalte oder eine verwirrende Navigation haben hier nichts verloren.
Schauen wir uns an, was gute Landingpages richtig machen.
🔎 Klarer Nutzen auf den ersten Blick
Besucher:innen entscheiden innerhalb von Sekunden, ob sie bleiben oder gehen. Deshalb muss der Nutzen deines Angebots sofort erkennbar sein. Eine starke Headline, die das Kernversprechen kommuniziert, ist das A und O.
🤝🏻 Vertrauen aufbauen
Gerade wenn Besucher:innen zum ersten Mal auf deiner Seite landen, brauchen sie Orientierung. Vertrauenselemente wie Testsiegel, Kundenbewertungen, bekannte Partnerlogos oder konkrete Zahlen helfen dabei, Unsicherheiten abzubauen.
🔊 Ein eindeutiger Call-to-Action
Der CTA (Call-to-Action) ist das Herzstück jeder Landingpage. Er muss eindeutig formuliert sein und klar kommunizieren, was als Nächstes passiert. Vermeide generische Formulierungen wie „Absenden“ oder „Hier klicken“. Besser sind konkrete Handlungsaufforderungen wie „Jetzt kostenlos testen“, „Beratungstermin vereinbaren“ oder „Angebot anfordern“.
📄 Reduzierte Formulare
Weniger ist mehr. Jedes zusätzliche Feld in deinem Formular senkt die Conversion-Rate. Frag nur das ab, was du wirklich brauchst. Für einen Newsletter reicht die E-Mail-Adresse. Für eine Erstanfrage genügen oft Name, E-Mail und eine kurze Nachricht.
💻 Relevanter Inhalt, der zur Anzeige passt
Google generiert Anzeigentexte zunehmend automatisch aus den Inhalten deiner Landingpage. Umso wichtiger ist es, dass diese Inhalte korrekt sind und natürlich auch die richtigen Botschaften kommunizieren.
Die häufigsten Stolpersteine und wie du sie vermeidest
Jetzt wird’s ernst: Diese Fehler sehen wir immer wieder, und sie kosten Unternehmen bares Geld.
😱 Die Anzeige führt auf die Startseite
Das ist einer der häufigsten Fehler überhaupt. Jemand klickt auf eine Anzeige für ein spezifisches Produkt oder eine Dienstleistung und landet auf der Startseite. Das Ergebnis: Die Person muss selbst suchen, was sie eigentlich wollte. Die meisten tun das jedoch nicht, sondern springen ab.
Die Lösung: Erstelle für jede Kampagne eine eigene Landingpage, die exakt zum Anzeigenversprechen, zum Produkt und zur Zielgruppe passt.
😱 Fehlender Message Match
Die Anzeige verspricht das eine, die Landingpage zeigt etwas anderes. Wenn Headline, Bildsprache und Angebot nicht zur Anzeige passen, sind Besucher:innen irritiert. Auch eine gemischte Ansprache (mal „du“, mal „Sie“) wirkt unprofessionell und untergräbt das Vertrauen.
Die Lösung: Erstelle separate Landingpage-Varianten pro Kampagne mit angepasster Headline und konsistentem Tone of Voice.
😱 Der Cookie-Banner blockiert alles
Wir alle kennen sie: die Cookie-Banner. Aber wenn der Banner so gestaltet ist, dass Nutzer:innen nicht damit interagieren können, oder wenn nur der „Alle akzeptieren“-Button funktioniert, wirkt das unprofessionell und verärgert darüber hinaus deine Website-Besucher:innen.
Die Lösung: Teste deinen Cookie-Banner auf verschiedenen Geräten. Stelle sicher, dass alle Buttons funktionieren und der Banner die Inhalte nicht dauerhaft verdeckt.
😱 Vertrauen kommt zu spät
Viele Landingpages verstecken Trust-Elemente wie Bewertungen, Zertifikate oder Kundenstimmen im Footer. Das Problem: Die meisten Besucher:innen scrollen nicht so weit. Ohne früh sichtbaren Social Proof fehlt die Glaubwürdigkeit.
Die Lösung: Platziere eine Trust-Leiste mit Bewertungsscore, Partnerlogos oder Auszeichnungen direkt im sichtbaren Bereich, idealerweise im oder knapp unter dem Hero.
😱 Mobile Darstellung ist mangelhaft
Der Anteil an Seitenaufrufen über mobile Endgeräte lag weltweit im Jahr 2024 bei rund 63 % (1). Je nach Branche kann er sogar noch weit darüber liegen. Und trotzdem sehen wir immer wieder Landingpages, die am Desktop perfekt aussehen, aber auf dem Smartphone kaum nutzbar sind, weil der Text viel zu klein ist, Buttons sich nicht klicken lassen oder Inhalte verdecken und Formulare nicht ausgefüllt werden können.
Die Lösung: Gestalte deine Landingpage mobile-first. Teste sie auf verschiedenen Geräten, bevor du live gehst.
(1) https://de.statista.com/themen/258/mobiles-internet/, 11.05.2026.
😱 Fehlende Preistransparenz
Wenn Besucher:innen nach dem Preis deines Angebots suchen müssen oder das Gefühl haben, dass etwas versteckt wird, sinkt das Vertrauen. Das gilt besonders für höherpreisige Produkte oder Dienstleistungen.
Die Lösung: Sei transparent. Wenn du keinen Fixpreis nennen kannst, erkläre zumindest, wie sich der Preis zusammensetzt oder biete eine unverbindliche Erstberatung an.
😱 Zu viele Ablenkungen
Navigation, Links zu Social-Media-Profilen und weiterführende Blogbeiträge sind auf einer „normalen“ Seite sinnvoll. Auf einer Landingpage allerdings lenken sie vom eigentlichen Ziel ab. Jeder Klick, der nicht zur Conversion führt, ist ein potenziell verlorener Lead.
Die Lösung: Reduziere die Navigation auf das Nötigste. Entferne alles, was vom Hauptziel ablenkt.
Beispiele für gute und weniger gute Landingpages
Im WWW gibt es Landingpages en masse, und wer auf sozialen Medien unterwegs ist, kommt nicht drumrum, mal auf eine Ad zu klicken und damit auf einer solchen zu landen. Im Zuge der Recherche für diesen Blog-Beitrag haben wir genau das gemacht und dabei die eine oder andere Überraschung – im positiven wie im negativen Sinne – erlebt. Diese möchten wir dir nicht vorenthalten. 😉
Hotel Guglwald
Die Landingpage greift die Begriffe der Anzeige wunderbar auf („Slow Wellness“, „Slow .. was?!“) und präsentiert die CTA „Buchen“, „Anfragen“ und „Gutschein“ in einem immer sichtbaren Booking-Banner am unteren Bildschirmrand. Auch mobil macht die Seite eine sehr gute Figur. Einziger Wermutstropfen: Die Seite ist in die Website eingegliedert und nicht als eigenständige Landingpage gestaltet. Damit ist auch die Navigation ganz normal klickbar.

Mammotion
Wehe, man wagt es, sich über Mähroboter zu informieren. Dann lässt die erste Mammotion-Werbung nicht lange auf sich warten 😆 Spaß beiseite: Diese Ad hier beschreibt den LUBA 3 AWD im Detail. Auch der CTA deutet darauf hin, dass ich beim Klick darauf direkt auf einer Landingpage lande, auf der ich den Roboter direkt kaufen kann. Aber siehe da: Dem ist nicht so! Ich lande nämlich auf einer allgemeinen Übersicht, die sich wirklich überhaupt nicht mit der Ad deckt. Wenn ich runter scrolle, darf ich ein Quiz machen, um herauszufinden, welcher Mähroboter der richtige für mich ist. Erst viel weiter unten komme ich zu Infos über den LUBA 3 AWD. Nicht ganz ideal gelöst. Aber natürlich haben wir auch auf dieser Seite Positives entdeckt. Hier gefällt uns die Übersicht der Vorteile besonders gut: Auf einen Blick wird klar, warum es sich lohnt, einen Mammotion-Roboter zu kaufen.

Landvergnügen
Kurz und schmerzlos: 10 % Rabatt auf die App, „Jetzt bestellen“ als CTA der Ad, „Jetzt Mitgliedschaft starten“ als CTA auf der Landingpage. So schnell und ohne Schnickschnack kann eine Conversion abgeschlossen sein.

Dacia
Beworben wird hier der Dacia Jogger. Beim Klick auf den CTA allerdings ist von diesem Auto above the fold leider nichts mehr zu sehen. Message Match leider nicht geglückt. Doch auch hier etwas Positives: Die Landingpage ist äußerst clean, keine Navigation, keine ablenkenden Elemente.

Die Landingpage entscheidet über deinen Kampagnenerfolg
Eine gute Landingpage ist keine Raketenwissenschaft, aber sie erfordert strategisches Denken. Sie muss zur Anzeige passen, Vertrauen aufbauen, einen klaren Nutzen kommunizieren und zur Conversion führen. Wenn du die genannten Stolpersteine vermeidest und dich an den Positiv-Beispielen orientierst, machst du schon vieles richtig.
Hin und wieder schadet jedoch auch ein Blick von außen nicht: Möchtest du wissen, wie deine Landingpage abschneidet? Wir schauen sie uns gerne an und geben dir konkretes Feedback.
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