eMagnetix als Vorzeigeunternehmen der EU in Brüssel

Klaus am in Inside eMagnetix

eMagnetix wurde zu einer Veranstaltung der EU zum Thema Work-Life-Balance am 16. Oktober nach Brüssel eingeladen um über unser innovatives Arbeitszeitmodell #30sindgenug zu berichten und Erfahrungen auszutauschen. Wow, welch eine Ehre, als einziger österreichischer Vertreter bei diesem wichtigen Thema mitwirken zu dürfen. Es erfüllt uns natürlich mit Stolz, dass es eMagnetix – bzw. Geschäftsführer Klaus Hochreiter, stellvertretend für das gesamte Team – und unser innovatives Arbeitszeitmodell #30sindgenug mittlerweile bis nach Brüssel geschafft haben.

Mit anderen Teilnehmern aus u.a. Deutschland, Dänemark, Irland, Belgien, Rumänien und Schweden erfolgte ein interessanter Austausch und angeregte Diskussionen. Einige interessante Daten und Fakten, die in Brüssel präsentiert wurden, möchten wir hier im Folgenden wiedergeben, denn diese unterstreichen die Notwendigkeit von Innovationen auf dem Gebiet Work-Life-Balance.

Für all jene, die Interesse an der Veranstaltung der EU zum Thema „Work-Life-Balance“ haben, gibt’s hier einen Mitschnitt der Diskussion, an der unser Geschäftsführer Klaus Hochreiter beteiligt ist:

Zufriedenheit mit der Arbeitszeit in Abhängigkeit von der jeweiligen Lebensphase

In der folgenden Grafik wird der Lebenszyklus eines Menschens dargestellt und mit der Zufriedenheit der Wochenarbeitszeit gegenübergestellt.

(Quelle: Eurofund: Living and working in Europe 2017, S. 38)

Die Kluft wird in dieser Grafik anhand der Balken und Zahlen dargestellt: Je größer der Balken nach oben bzw. je höher die Zahl, desto größer ist die Kluft zwischen tatsächlicher und gewünschter Arbeitszeit. Die Grafik zeigt sehr deutlich, dass die Kluft zwischen der gewünschten und tatsächlichen Arbeitszeit zu wachsen beginnt, sobald man im Übergang von der Singlephase zur Partnerschaftsphase ist und während der „Elternphase“ zeigt sich diese Lücke am deutlichsten. Nur ganz zu Beginn, beim Einstieg ins Berufsleben, scheinen die Menschen in Europa mit den Arbeitszeiten zufrieden zu sein. Sieht man sich parallel dazu die folgende Grafik an, kann man gut erkennen, wie viele Wochenstunden in Europa während der einzelnen Lebensphasen von Frauen und Männern tatsächlich gearbeitet wird und wie viele aber gewünscht wären:

(Quelle: Eurofund: Work-life balance and flexible working arrangements in the European Union, S. 4)

Dies zeigt einen deutlichen Unterschied zwischen Mann und Frau und vor allem in der „Parenting phase“ sinkt bei den Frauen die tatsächliche und gewünschte Arbeitszeit (ohne größere Kluft) – bei den Männern hingegen steigt sogar die Arbeitszeit obwohl gerade in dieser Phase der Wunsch nach weniger Arbeit sehr groß wäre.

Und wie sieht es in Österreich aus? Wie viele Stunden pro Woche möchte Mann und Frau bei uns arbeiten?

(Quelle: https://awblog.at/31-stunden-sind-genug/ nach Eurofound 2017

Auch hier gibt es einen deutlichen Unterschied zwischen Männern und Frauen – im Schnitt möchte Herr und Frau Österreicher 31 Stunden pro Woche arbeiten.

Wichtiger Hinweis: Die Studie hat bei den Fragen nach der Arbeitszeit das Einkommen nicht berücksichtigt – d.h. bei der Reduktion der Arbeitszeit ist man auch gleichzeitig von einer Reduktion des Gehalts ausgegangen. Bei der 30 Stunden Woche von eMagnetix wird das Vollzeit-Gehalt weiter bezahlt und keine Reduktion vorgenommen.

Diese Zahlen belegen, wie groß der Wunsch der Arbeitnehmer in Europa und auch Österreich nach einer adäquaten Work-Life-Balance ist und dass man sich als Unternehmen hier auf jeden Fall Gedanken machen muss, gerade in Zeiten geringer Arbeitslosigkeit bzw. des Fachkräftemangels. Abhängig davon, in welcher Phase die Mitarbeiter sind, sollte man attraktive Maßnahmen hinsichtlich Work-Life-Balance anbieten. Bei eMagnetix ist es die 30 Stunden Woche bei gleichem Gehalt, bei einem anderen Unternehmen würde aber vielleicht eine pauschale Arbeitszeitreduktion nicht die Bedürfnisse ALLER Mitarbeiter decken und hier sind dann individuelle Lösungen nötig.

Nicht nur angepasste Arbeitszeiten sind entscheidend, auch die Flexibilität ist ein wichtiger Faktor

Flexibilität bzw. flexible Arbeitszeiten werden immer wichtiger und das führt auch zu mehr Zufriedenheit bei den Mitarbeitern. Bei eMagnetix setzen wir schon seit Jahren auf ein möglichst flexibles Arbeitszeitmodell mit Gleitzeit. Wie sieht es aber allgemein in Österreich bzw. Europa aus?

(Quelle: Eurofund: Work-life balance and flexible working arrangements in the European Union, S. 4)

Mitarbeiterführung 4.0 – Innovation braucht Mitspracherecht

Die Teilnehmer in Brüssel zeigten sich sehr angetan vom innovativen Ansatz der Arbeitszeitreduktion (30 Stunden Woche bei Vollzeit-Gehalt) bei eMagnetix. Vor allem auch die dazu nötige moderne Mitarbeiterführung und Unternehmensphilosophie stößt in Brüssel auf offene Ohren.

Denn welchen Beitrag eine moderne Unternehmensphilosophie und Mitarbeiterführung auf den Erfolg von Unternehmen haben, unterstreicht folgende Grafik:

(Quelle: Eurofund: Living and working in Europe 2017, S. 32)

48% der innovativen Unternehmen involvieren Mitarbeiter in Entscheidungen – bei nicht-innovativen Unternehmen sind dies hingegen nur 28%.

Die Jobqualität hat Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit bzw. -dauer

Welche nachhaltigen Folgen bzw. besser gesagt Chancen sich durch eine höhere Jobqualität ergeben, zeigt folgende Grafik:

(Quelle: Eurofund: Living and working in Europe 2017, S. 40)

In Schweden ist die erwartete Arbeitsdauer mit 41,3 Jahren am längsten, in Italien mit 31,2 Jahren am kürzesten. Österreich ist hier mit 37,1 Jahren – im Vergleich zu den anderen Ländern – eher im unteren Drittel. In der Studie wird eine Verbindung festgestellt: Je höher die Arbeitsqualität, desto länger die zu erwartende Arbeitsdauer. Vor allem Schweden und Dänemark sind Vorreiter auf dem Gebiet innovativer Arbeitsplatzbedingungen und das ist wohl ein Hauptgrund, warum diese beiden Länder auch die Statistik anführen.

Zusammenfassend

Die Zahlen der EU zeigen den steigenden Wunsch nach Work-Life-Balance sehr deutlich und bestätigen unser Modell bei eMagnetix der 30 Stunden Woche bei Vollzeit-Gehalt. Aber nicht nur individuelle Arbeitszeiten sind nötig, sondern auch eine moderne Mitarbeiterführung.

Unser Modell ist mit Sicherheit keine allgemeine Lösung für andere Unternehmen und andere Branchen, aber auf eMagnetix zugeschnitten die absolut perfekte Lösung für unsere Mitarbeiter. Aber dies funktioniert auch nur mit all den anderen – in Summe 20 – Begleitmaßnahmen und einer modernen, offenen Unternehmenskultur, die wir bei uns tagtäglich leben. Die Zeiten von starren Hierarchien und polternden Alpha-Bossen sind vorüber.

In anderen Bereichen oder Branchen muss man sich vielleicht ähnliche oder andere Lösungen einfallen lassen, um die Bedürfnisse der Mitarbeiter zu befriedigen und um am Arbeitsmarkt attraktiv zu bleiben. Hier zwei Beispiele, welche Lösungen andere Unternehmen finden:

  • Ein Universitätsklinikum in Dänemark ermöglicht den Arbeitnehmern mittels einer App, die Dienstzeiten flexibel und eigenverantwortlich zu gestalten oder auch zu tauschen.
  • Ein internationales Personaldienstleistungs-Unternehmen ermöglicht den Mitarbeitern uneingeschränkten jährlichen Urlaub.

Unterm Strich kann man sagen, dass verbesserte Arbeitsbedingungen und flexible, individuelle Arbeitszeiten die Zufriedenheit der Mitarbeiter erhöhen und damit auch in Summe die Arbeitsfähigkeit und -dauer verlängert. Somit sprechen wir hier langfristig von einer WIN-WIN-WIN-WIN-Situation. WIN für die Arbeitnehmer, WIN für die Kunden, WIN für das Unternehmen und WIN für den Staat.

 

Und für alle, deren Interesse für das Thema wir nun wecken konnten, hier noch einmal der Mitschnitt der Diskussion in Brüssel:

  • In Zeiten der Digitalisierung muss sich auch noch vieles in der Arbeitswelt (Vermischung Arbeit-Freizeit) und im speziellen in der Arbeitszeit ändern. Die neue Generation will das „Work-Life-Balance“, verbesserte Arbeitsbedingungen und flexible, individuelle Arbeitszeiten.

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