Vorteile & Nachteile

von E-Mail-Marketing

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Vorteile & Nachteile von E-Mail-Marketing

Ein wichtiger Beweggrund für Unternehmen E‑Mail-Marketing zu betreiben, sind Zeit- und Kostenersparnis. Die Kosten der Versendung eines Newsletters liegen mit 0,5 bis 5 Cent (Anmerkung: bei globaler Reichweite), deutlich unter den Versandkosten von klassischer Post. Inklusive Erstellung der E‑Mails belaufen sich die Kosten in Summe auf etwa 10-20% der Post-Mailings.[1]

 

Mit hohem Response liegt die E‑Mail mit Klickraten von 10-15% im Vergleich zu traditionellen Direkt-Mail-Kampagnen im Spitzenfeld – diese haben lt. ITM Strategies nur 0,5-2% Response.[2] Das ist darauf zurückzuführen, dass Antworten auf E‑Mails komfortabler sind.[3] Zudem haben sich die Empfänger selbst angemeldet und ihr Einverständnis gegeben.

 

Dazu kommt, dass es im selben Medium keine Konkurrenz gibt[4] und das E‑Mail als Killerapplikation generell auf breite Akzeptanz stößt. Geringere Kosten und mehr Response bringen definitiv einen höheren ROI.

Die Schnelligkeit und Aktualität der Newsletter ist hervorzuheben, da keine Zeit für das Drucken und den Versand in Anspruch genommen wird. Flexibilität bei aktuellen Meldungen ist u. a. ein besonderer Vorteil für Pressemitteilungen.[5] Die elektronischen Nachrichten werden innerhalb weniger Stunden zugestellt und erfahrungsgemäß ist es möglich, nach 48 bis 72 Stunden mit ca. 80% der gesamten Response Rückschlüsse über den Verlauf der Kampagne zu ziehen.[6]

 

Elektronische Nachrichten sind digital und können beliebig oft in gleicher Qualität weitergeleitet werden. Optionale Bausteine werden automatisch auf das Profil des Empfängers abgestimmt. Somit bietet E‑Mail-Marketing das Potential der Individualisierung.[7] Neben der Personalisierung ist auch die Zielgruppenselektion ein großer Vorteil zur Kundenbindung und Erhöhung der Klicks auf die Webseite.

 

Durch Tracking ist eine exakte Erfolgsmessung garantiert. So können Statistiken über Öffnern Klicker des Newsletters bis hin zu Käufern gesammelt werden. Damit können die nachfolgenden Kampagnen nachhaltig optimiert werden.

 

Es müssen nicht alle Informationen in einem Newsletter untergebracht werden, da für Detailinformationen auf Landing-Pagesverwiesen werden kann. Das ermöglicht eine unbegrenzte Inhalts- und Informationstiefe.[8] Ein besserer Überblick erleichtert dem Leser das Selektieren von interessanten Informationen.

 

Der Kunde hat die Möglichkeit der direkten Kommunikation, da dieser sofort auf einen Newsletter antworten oder Feedback geben kann.[9] Überdies ist eine Interaktivität in dem Sinn gegeben, zumal dem Empfänger prompt Multimediabeiträge (z. B. Flash, Audio, Video, etc.) präsentiert werden können.

Das A/B-Testing ermöglicht eine Steigerung der Erfolgsquote. Es werden beispielsweise zwei verschiedene Betreffzeilen an 10% der Empfänger versandt. In kurzer Zeit gibt es Aufschluss über die erfolgreichere Variante und diese wird an die restlichen 90% der Empfänger verschickt.

 

In einem Artikel der „Direktmarketing Praxis“ wird geschrieben, dass bei den speziellen Kontakten der Transaktionsmails, also bei Standardsituationen eines Geschäftskontakts (z. B. Rechnungsversand, Auftrags- oder Versandbestätigung), die Unternehmen ihre Kunden nachdrücklich von der Qualität ihres Services überzeugen, Vertrauen schaffen und letztendlich Kunden binden können. Bei Rechnungsbenachrichtigungen bestehen Chancen zur Serviceoptimierung und Verkaufsförderung (Cross-Selling/Up-Selling).[10] Auch bei ereignisgesteuerten Events, wie z. B. Geburtstagen, kann die Kundenbindung durch Incentivierung gestärkt werden.[11]

 

Als Nachteile können angeführt werden, dass E‑Mails physisch nicht greifbar sind und somit der Aufbewahrungsgehalt relativ gering ist. Incentives können nur digital ausgegeben werden und die rechtlichen Aspekte sind aufgrund der Spam-Problematik strenger.[12] Veraltete E‑Mail-Adressen, hohe Bounceraten und schlechter werdende Zustell- und Öffnungsraten implizieren geringe Rücklaufraten.[13] Die niedrigen Kosten haben sich in letzter Zeit gegenüber dem Print-Mailing etwas relativiert, denn, je mehr Unternehmen E‑Mail-Marketing einsetzen desto geringer ist der Beachtungsgrad.[14]



[1] Vgl. URL: http://www.agnitas.de/emailmarketing/m_vorteile.shtml [14.03.2006]

[2] Vgl. ebenda, 2003, S. 106.

[3] Vgl. URL: http://www.agnitas.de/emailmarketing/m_vorteile.shtml [14.03.2006]

[4] Vgl. ebenda, 2003, S. 489.

[5] Vgl. Matejcek, 2000, S. 66.

[6] URL: http://www.agnitas.de/emailmarketing/m_vorteile.shtml [14.03.2007]

[7] Vgl. ebenda.

[8] Vgl. Dreher / Bucher, 2005, S. 10.

[9] Vgl. Matejcek, 2000, S. 66.

[10] Vgl. o. V.: Fallbeispiel Transaktionsmails, 2006, S. 23.

[11] Vgl. Dreher / Bucher, 2005, S. 10.

[12] Vgl. Zollner, 2005, S. 148.

[13] Vgl. Ceyp, 2006, S. 24.

[14] Vgl. Schnake, 2006a, S. 5.